Vergiften oder Kommunizieren?
#2
Am 4.7. findet das Start-Treffen für DialogProTec statt. Das Thema Signale ist vermutlich über das Esca-Syndrom hinaus von Bedeutung. Am Freitag nahm ich an einem Treffen des Karlsruher Gartenbauamts teil, wo es darum ging, dass Tausende von Straßenbäumen gefällt werden müssen, die von der Russflecken-Krankheit betroffen sind. Auch hier hat man es mit einem Pilz zu tun, der auch in gesunden Bäumen vorkommt, aber plötzlich vom harmlosen Mitesser zum schlimmen Killer wird, wenn er feststellt, dass sein Wirt geschwächt ist, etwa durch die extreme Trockenheit des Vorjahrs. Er bildet dann Toxine und bringt seinen Wirt um, macht Sex und haut ab (diese Pilze müssen Fruchtkörper bilden, um ihre Sporen aus dem Bauminnern in die Umwelt zu schaffen). Auslöser sind also (unwillentliche) Signale des Wirts, die von diesen Pilzen wahrgenommen werden. Eines dieser Signale konnten wir in meinem Labor schon identifizieren. Wir untersuchen nun, wie es gebildet wird und ob wir die Pflanze davon abhalten können, es zu bilden, um so den Pilz nicht zu reizen. Die wirkliche Ursache ist jedoch der Klimawandel, wir können nur versuchen, die Symptome abzumildern. Dafür brauchen wir Forschung.
Zitieren


Nachrichten in diesem Thema
Vergiften oder Kommunizieren? - von Peter Nick - 22.02.2019, 16:33
RE: Vergiften oder Kommunizieren? - von Peter Nick - 07.06.2019, 15:27

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste