Wein und Erderwärmung
#3
Hallo Weinfee,
wie Winzerglück schon erklärte, dauert es sehr lange, bis junge Reben geerntet werden können.
Was im Rahmen des "Klimawandels" häufig etwas untergeht, ist aber, dass nicht zwangsläufig die Temperaturen an sich die Probleme darstellen, sondern mit ihnen die Probleme einhergehen. Beispielsweise kam es letztes Jahr vermehrt zu Frostschäden der Knospen, da die Temperaturen sehr inkonstant waren. Gleichfalls kann es durch häufiger auftretende Stürme zu abiotischen Schäden wie Trieb- und Blattverlust kommen.
Besonders schädlich ist jedoch das vermehrt feuchtwarme Klima, welches das Wachstum von Pilzen und anderen Pflanzen-Pathogenen fördert. Die warmen Winter fördern zudem die Überwinterung schädlicher Insekten.
Selbst wenn also Reben angebaut würden, die für wärmere Regionen geeignet sind, so wäre dies doch keine Möglichkeit, den Pathogenen entgegenzuwirken, da diese Reben nicht Widerstandsfähiger gegenüber Pathogenen sind, als unsere "heimischen" Arten.

Die Antwort zum Klimawandel wäre also eine vermehrte Züchtung Pathogen-Resistenter Reben, die damit verbundene Erforschung der Resistenzeigenschaften- und Ursachen und verstärkte Information der Winzer, hinsichtlich der Möglichkeiten neuer, sogenannter Piwi-, Sorten.

Liebe Grüße
Sophia Müllner
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Nachrichten in diesem Thema
Wein und Erderwärmung - von Weinfee - 11.09.2017, 14:19
RE: Wein und Erderwärmung - von winzerglueck - 15.09.2017, 14:23
RE: Wein und Erderwärmung - von Sophia_Müllner - 15.02.2018, 14:41
RE: Wein und Erderwärmung - von Peter Nick - 16.02.2018, 21:18

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